11. Kooperationsgipfel im Pharmamarkt
am 20. und 21. Februar 2019 in München

Mehr Kooperieren denn je nötig!

Der Wandel in der deutschen Apotheken- und Pharmalandschaft ist in vollem Gange, die Disruption eines seit Jahrzehnten funktionierenden, traditionellen Gesundheitswesens nicht aufzuhalten. Im Markt breitet sich aus diesem Grund zunehmend Unruhe aus. Aber warum? Alle Marktbeteiligten sollten die Digitalisierung zwar als Herausforderung, aber gleichzeitig auch als Chance betrachten. Es eröffnen sich mit den neuen Möglichkeiten auch neue Wege und neue Ziele. Die gesamte Pharmaindustrie und der Apothekenmarkt müssen sich diesen neuen Gegebenheiten anpassen und die Chance wahrnehmen, auch aus Patienten-, Kunden- und Endverbrauchersicht agieren. Ein Umdenken in allen Bereichen des Gesundheitswesens geht damit einvernehmlich einher. Einzelkämpfer werden künftig zunehmend Außenseiter.

Bereits auf dem Kooperationsgipfel 2018 wurde viel über das Thema Kooperation und Vernetzung gesprochen. Dieses vor einigen Jahren noch undenkbare Randthema zwischen den einzelnen Teilbereichen des Gesundheitswesens gewinnt mehr und mehr an Bedeutung und wird in den kommenden Jahren essentiell zum Bestehen des Marktes beitragen. Es ist unerlässlich, dass die am deutschen Markt Beteiligten miteinander kooperieren und damit aktiv ein Überholverbot für ausländische Mitbewerber und Großinvestoren schaffen. Genauso essentiell wird es sein, aus Verbrauchersicht zu denken und diesen den Komfort zu bieten, den die Digitalisierung mit sich bringt.

Gespannt blicken alle nach Berlin zum BMG und warten auf die grundlegende Reform, aber diese wird, wie schon so oft, nicht so schnell wirken. Die Attribute Abwarten und Nichtstun sollte der deutsche Apotheken- und Pharmamarkt resetten und stattdessen in aktives und eigenständiges Handeln übergehen, bevor auch die Telepharmazie über ausländische Kanäle weiterverbreitet wird und die Krankenkassen ihre Rahmenverträge neu definieren.

Grund genug, sich zusammen zu schließen und eine gemeinsame Zukunftsstrategie zu entwickeln, um damit auch das beständige Schließen stationärer Apotheken zu verhindern. Die Verzahnung von Online und Offline wird einen höheren Stellenwert einnehmen. Aus diesem Grund müssen die Kooperationsbündnisse weiter ausgebaut werden, damit Synergien besser genutzt werden können. Als „Schwarmintelligenz“ bezeichnete es bereits Prof. Dr. Gunther Dueck auf dem Kooperationsgipfel 2018, jetzt ist die Zeit, diese Intelligenz einzusetzen.

Auf dem Weg in eine neue Zukunft diskutieren beim Kooperationsgipfel 2019 zum 11. Mal Experten über die Aussichten des Apotheken- und Pharmamarktes und dessen Chancen und Risiken.

Der Vorstand des BVDAK e.V. wünscht allen Teilnehmern zwei interessante Kongresstage.

Dr. Stefan Hartmann, Oliver Prönnecke, Cornelia Graessner-Neiss und Günter Mohr

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