10. Kooperationsgipfel im Pharmamarkt
am 7. und 8. Februar 2018 in München

Der deutsche Apothekenmarkt, aber auch die Verbandslandschaft haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Zunehmende Bürokratisierung, der Versandhandel und vor allem das AMNOG belasten die Apotheken nachhaltig.
Das EuGH-Urteil vom 19. Oktober 2016 wird unabsehbare Auswirkungen auf den Apothekenmarkt haben, da sich die Bundesregierung vor der Bundestagswahl 2017 nicht auf ein Versandhandelsverbot einigen konnte.

Glaubten viele Apotheken im Jahr 2009 nach dem EuGH-Urteil, dass das Gröbste ausgestanden sein könnte, wurden sie im Laufe des Jahres 2010 überraschenderweise eines Besseren belehrt. Ein damals erwartetes Defizit der gesetzlichen Krankenversicherungen im Jahr 2011 und die Wirtschaftskrise veranlassten die Bundesregierung zu drastischen Maßnahmen gegenüber Apotheke, Industrie und Großhandel. Eine grundlegende Reform des Gesundheitswesens ist bis heute jedoch nicht gelungen. Was bisher herauskam, sind mehr oder weniger einschneidende und rein monetäre Sparmaßnahmen bei den entsprechenden Leistungsträgern: Pharmazeutische Industrie, Pharmazeutischer Großhandel und Apotheken. Einschnitte durch die Drehung der Großhandelsvergütung werden zu einem bisher nicht dagewesenen Strukturwandel im Apothekenmarkt führen. Die Filialisierung wird weiterhin zunehmen. Parallel hierzu schließen derzeit pro Jahr ca. 200 Apotheken. Der Apothekenmarkt konsolidiert sich weiter. Der EuGH nimmt immer größeren Einfluss.

Grund genug für die Apotheken, sich weiter zusammen zu schließen. Heute gibt es rund 40 Apothekenkooperationen mit unterschiedlichen Zielsetzungen und Organisationsformen. Rund 74% der deutschen Apotheken gehören mindestens einer Kooperation an.

Beim diesjährigen Kooperationsgipfel im Pharmamarkt 2018 diskutieren zum zehnten Mal Experten die Zukunft des Apotheken- und Pharmamarkts in Deutschland.

Der BVDAK e.V. wünscht allen Teilnehmern zwei interessante Tage.

Dr. Stefan Hartmann und der gesamte Vorstand des BVDAK e.V.
Oliver Prönnecke, Cornelia Graessner-Neiss und Günter Mohr

 

Close Window